Mittwinter …
25. Dezember 2007
Mal ein paar Worte zu Tragik des Glaubens, Mythos, Dummheit der Welt, Manipulation und Perversion von Macht …
Maria ist ja bekanntlich bei den Christen die jungfräuliche Mutter Gottes. Astrologisch steht Maria als das Zeichen Jungfrau, Virgo, das Haus des Korns (bzw. das Haus des Brotes = Beth Lehem). Ihr Symbol ist das stilisierte M > . Virgo ist in allen Überlieferungen astrologisch die jungfräuliche Begleiterin oder auch Mutter des Sonnengottes, macht auch Sinn, weil Sonne > Leben > Wachstum > Korn > Ernte > Nahrung > Leben > Kreislauf > Unendlichkeit > Blah …
Das Lamm, der junge Widder, ist eines der Symbole Gottes … der Tierkreis beginnt in nahzu allen großen, babylonisch und griechisch geprägten Traditionen weltweit (Europa, Afrika, Arabien, Indien) seit etwa Christi Geburt mit dem Zeichen Widder, d.h. am 21. März, dem Tag der Frühjahrs-Tagundnachtgleiche, steigt am östlichen Morgenhimmel das Zeichen Widder (Aries) auf. Tatsächlich steigt heute an jenem Tag dort das Zeichen Fische (Pisces) auf, was mit dem Lauf der Sterne, der Präzession der Erdachse und dem Platonischen Jahr zu tun hat, worauf ich hier jetzt erst einmal nicht näher eingehen will. Der Fisch ist ja bekanntlich ein Zeichen der Christen seit den Tagen der griechisch-römischen Urgemeinden, griechisch ΙΧΘΥΣ, Ichthys, auch Ichthyos oder Ichthos, ΙΗΣΟΥΣ Iēsoûs ΧΡΙΣΤΟΣ Christós ΘΕΟΥ Theoû ΥΙΟΣ hYiós ΣΩΤΗΡ Sōtér, “Jesus, der Gesalbte, Gottes Sohn, Retter”
Der Tierkreis hat 12 Zeichen, das Jahr 12 Monate, der Tag zweimal zwölf Stunden usw. Jesus hatte zwölf Jünger. Krishna, Buddha, Apollo, Attis und all jene ebenso …
Das Symbol des Tierkreises und der Sonne ist ein Kreuz umgeben von einem Rad > . Das ägyptische Symbol “Ankh” entspricht diesem Symbolismus, und zudem steht das Kreuz für die Materie, der Kreis für die Unendlichkeit und beides zusammen steht für die Erkenntnis, die Überwindung der irdischen Fesseln, Erleuchtung, Nirvana, whatever …
Wenn am 21. Dezember die Sonne ihren südlichsten Stand erreicht, so verweilt sie dort für durchschnittlich drei Tage ( das variiert von Jahr zu Jahr ein wenig). Sie stirbt, quasi, überwältigt, besiegt von der Nacht, den Herren der Dunkelheit, den Gebietern des Schreckens. Drei Tage ist nun die Nacht die Herrscherin auf Erden. Die Rauhnächte werden diese Tage genannt, die dunkle Zeit ist da. Also muß man Licht machen, Kerzen anzünden, Feuer entfachen, Hoffnung und Liebe verströmen. Zumindest sahen das die Alten so. Und die Sonne stirbt exakt unter jenem Sternbild, welches als Kreuz des Südens bekannt ist. Wenn sie nun wieder aufersteht, dann weist Sirius, der Stern im Osten, der hellste Stern am Himmel, direkt auf den Aufgang der Sonne (am 25.12.), und Sirius wiederum folgen die Drei Könige, die Gürtelsterne des Orion: Alnilam, Alnitak und Mintaka (Sirius wird in anderen Überlieferungen ja auch als Jagdhund des Jägers Orion gesehen). Durchschnittlich drei Tage verweilt die Sonne so (scheinbar, vom Norden aus gesehen) in der Unterwelt, um dann aufzuerstehen und ihren Lauf nach Norden neu zu beginnen, so die schreckliche Nacht des Mittwinters besiegend. Der Sonnengott, die Sonnengöttin hat ihren Widersacher, die Nacht, Seth, den Herrn der Finsternis, den Teufel, überwunden … an Ostern, dem alten Ostara-Fest nun erreicht die Sonne endlich wieder tatsächlich ihre volle Kraft, die Tage werden wieder länger als die Nächte und der Frühling beginnt mit den Equinoktien, der Frühjahrs-Tagundnachtgleiche am 21. März. Erst dann wurde und wird die Wiederkehr der Sonne gefeiert, erst dann fand das Fest ihrers Sieges über die Dunkelheit statt.
Noch Fragen zu Weihnachten, Ostern, Kreuzigungsquatsch, sonstigem christlichem Dummblah, komplette Vermuschelung verschiedenster Schöpfungs- Gottes- und Sonnenlegenden, alten astrolgischen Mythen und steinaltem Wissen über die Sterne, das Universum und den ganzen Rest?!
Man könnte ja schon zuweilen auf den Gedanken kommen irgendwer hätte da irgendwann einmal ganz bewußt dafür gesorgt daß die Leute schließlich komplett verblödeten Schwachsinn glauben und sich gänzlich von ihrer Verbindung zum Sein und dem alten Wissen zu verabschieden … nur: um was wohl zu erreichen?! … Macht ist ja bekanntlich eine der gefährlichsten und bösartigsten Illusionen und hat keinen Bestand vor der Zeit …
Ich bin immer wieder fasziniert wie viel von dem alten heiligen Wissen wir dummen Tröpfe seit der letzten großen Flut vor 12000 Jahren verloren haben (oder: wieviel uns genommen wurde) und wie arrogant und ignorant wir heute so tun als hätten wir auch nur den Hauch einer Ahnung …
“Tradition ist die Bewahrung des Feuers und nicht die Anbetung der Asche”
Gustav Mahler
In diesem Sinne: Ein wunderschönes Mittwinterfest allen werten Leserinnen und Lesern ![]()



